Wachstumshormonmangel: Ursachen, Symptome, Therapie

Unter Umständen deutet nur ein erniedrigter Blutzuckerspiegel auf die Hormonstörung hin. Die Verlangsamung des Wachstums fällt meist erst nach dem sechsten bis zwölften Lebensmonat auf. Dann verzögert sich auch die Gewichtszunahme und die Zahnbildung setzt verspätet ein.

Hinzu kommt, dass die Symptomatik vom Alter bei Krankheitsbeginn abhängig ist. Bei Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel ist das Wachstum meist schon abgeschlossen, weshalb andere Symptome in den Vordergrund treten. In manchen Fällen hat die Hormonbehandlung weitere, teils unerwünschte Effekte. So treten manchmal lokale Reaktionen Sustanon Deutschland an der Einstichstelle wie Kribbeln und Rötung auf. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Harnwegs-, Hals-, Magen-Darm- oder Ohrentzündungen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle, allgemeine Schmerzen und Asthma bronchiale. Bei Krebspatienten ist es möglich, dass durch die Wachstumshormon-Therapie ein weiterer Tumor entsteht.

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Wachstumshormonmangel ist eine seltene Erkrankung, welche vor allem zu körperlichen Entwicklungsstörungen führt. Die Patienten erhalten künstliches Wachstumshormon unter die Haut gespritzt. Die einen Kinder wachsen etwas langsamer, die anderen etwas schneller – das ist zunächst einmal völlig normal. Wenn jedoch die Hirnanhangdrüse (ein etwa kirschgroßes Organ an der Unterseite des Gehirns) keine oder zu wenig Wachstumshormone produziert, bleibt das Kind in seinem « normalen », genetisch vorbestimmten Wachstum zurück.

Hormondrüsen

Wachstumshormone sind, wie der Name bereits sagt, für das Längenwachstum verantwortlich. Das bedeutet, dass sie vorwiegend für den Aufbau von Körpergewebe (Skelett, Muskulatur, Gewebe) zuständig sind. Seine Wirkung entfaltet das Wachstumshormon über sogenannte Wachstumsfaktoren (IGF-1 und IGF-2, Somatomedine), die in der Leber, im Fettgewebe und im Muskel gebildet werden. Das Wachstumshormon reguliert im Kindes- und Jugendalter das Längenwachstum der Knochen sowie das Wachstum von Muskeln und inneren Organen.

Menschlicher Körper

So können zum Beispiel Unterzucker (Hypoglykämie), Schilddrüsenhormone, Östrogene, Dopamin, Endorphine („Glückshormone“) und Stress die Ausschüttung von Wachstumshormon fördern.

Wenn eine Diagnose feststeht und der Arzt künstliche Wachstumshormone verschreibt, dann wird der weitere Verlauf engmaschig überwacht. Während der Wachstumsphase sind dort zwischen den Knochenenden Lücken, sogenannte Wachstumsfugen vorhanden. Ist das Längenwachstum beendet, sind auch diese Wachstumsfugen geschlossen. Spätestens dann wird normalerweise die Behandlung durch Wachstumshormone abgesetzt. Regelmäßige körperliche Aktivität kann auch dazu beitragen, den Spiegel von Stresshormonen wie Kortisol zu regulieren. Während moderate Bewegung stressabbauend wirken kann, können intensive oder übermäßige Belastungen zu einem Anstieg des Kortisolspiegels führen.

Genetische Untersuchungen werden eventuell bei Verdacht auf Erbgut-Schäden als Grund für den Wachstumshormonmangel notwendig. Die bisher entdeckten spezifischen Mutationen sind jedoch nur in wenigen Fällen zu finden. Allerdings lassen sich mit einer genetischen Untersuchung eine Reihe von Krankheitssyndromen feststellen.